"... und im kommenden Aion ewiges Leben" (Mk 10,30). "Ewiges Leben" - eine Vertröstung auf das Jenseits?

Martin Stowasser

Abstract


Das Logion vom hundertfachen bzw. vielfachen Lohn (Mk 10,29f; Mt 19,29;Lk 18,29f) unterscheidet in der markinischen Version deutlich zwischen der familia Dei als Vergeltung in diesem Äon und der ζωη αιωνιος im kommenden. Es verheißt diesen doppelten Lohn allen Christen, die um ihrer Bekehrung willen soziale wie ökonomische Unbilden zu ertragen haben. Zur familia Dei als Ausdruck präsentischen Heils tritt die ζωη αιωνιος weder als futurische Perspektive sekundär hinzu, um über Verfolgungen hinwegzutrösten, noch ist sie Ausdruck für ein totaliter aliter des αιων ερχομενος. ζωη αιωνιος beinhaltet in ihrem kommunitären Aspekt nämlich zumindest auch ein Element der Kontinuität zwischen bereits begonnenem Heil und seiner Vollendung bei der Wiederkunft des Menschensohnes, welche den αιων ερχομενος einläutet. Dieser ist nicht der Himmel als jenseitiger Ort, sondern
wird in erster Linie durch den Gedanken der Gemeinschaft mit Christus und der Christinnen und Christen untereinander charakterisiert.

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