Protokolle zur Bibel
https://www.protokollezurbibel.at/index.php/pzb
<p>„Protokolle zur Bibel“ ist eine bibelwissenschaftliche Fachzeitschrift, die von der Arbeitsgemeinschaft der Assistentinnen und Assistenten (argeass.at) herausgegeben und von Dr. Agnethe Siquans, Dr. Veronika Burz-Tropper und Dr. Werner Urbanz betreut wird. Die Beiträge gruppieren sich zum einen um die Themenschwerpunkte der Jahrestagungen der Arbeitsgemeinschaft. Zum anderen sind auch allgemeine Einreichungen aus der Bibelwissenschaft und benachbarten Disziplinen willkommen.</p>Herausgeberin: Arbeitsgemeinschaft der Assistentinnen und Assistenten an bibelwissenschaftlichen Instituten in Österreich (ArgeAss)de-DEProtokolle zur Bibel2412-2467Mahanajim als Zufluchtsort Isch-Boschets und Davids
https://www.protokollezurbibel.at/index.php/pzb/article/view/2754
<p>Mahanajim dient in der Aufstiegserzählung Davids und in der Thronfolgeerzählung Davids als Zufluchtsort und alternative Residenz eines bedrängten Königs. Zunächst ist es der Sohn Sauls, Isch-Boschet, der von seinem Heerführer Abner nach dem Tod Sauls in Mahanajim zum König gemacht wird. Später flieht David vor Abschalom dorthin. Beide Könige überschreiten in einer Krisensituation den Jordan und versuchen, im Ostjordanland Zuflucht zu finden, um von dort aus (wieder) Kontrolle über ganz Israel zu erlangen. Während Isch-Boschet damit scheitert und in Mahanajim ermordet wird, hat David Erfolg und kann siegreich nach Jerusalem zurückkehren. Angesichts der Tatsache, dass in einer wichtigen Traditionslinie des Alten Testaments der Jordan als Grenze des Landes gilt, ist der Rückzug bzw. die Flucht an einen Ort im Ostjordanland erstaunlich und verlangt eine nähere Untersuchung.</p>Konrad Kremser
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2019-06-192019-06-19281Zur Ambiguität der Ijobfigur in der Prologerzählung (Ijob 1–2)
https://www.protokollezurbibel.at/index.php/pzb/article/view/2755
<p>Vordergründig erscheint die Ijobfigur des Prologs (Ijob 1–2) als plattes Vorbild der Frömmigkeit. In rezeptionsorientierter Perspektive lassen sich aber Parallelen und Ähnlichkeiten zu atl. Passagen ausmachen, die Ijob als mehrdeutige Figur zur Geltung bringen. So werden auf der einen Seite Übereinstimmungen mit Abraham sichtbar, doch lassen sich auch subtile Bezüge zu Bileam sowie zu Edom erkennen, während weisheitliche Traditionen ebenfalls anklingen. Auf narrativer Ebene stellen die Übertreibungen in 1,1–5 und Mehrdeutigkeiten in 1,22 und 2,10 Ijobs Unbescholtenheit hintergründig infrage. Die Ambiguität der Ijobfigur wird folglich nicht erst im Blick auf das Buchganze sichtbar, sondern ist bereits im Prolog angelegt.</p>Tobias Häner
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2019-06-192019-06-19281Zugehörigkeit als Fremdheit. Perspektiven zu einer neutestamentlichen Theologie der Migration
https://www.protokollezurbibel.at/index.php/pzb/article/view/2756
<p>In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, inwiefern christliche Existenz im 1. Petrusbrief und im Hebräerbrief als migratorisch verstanden wird. Dazu werden einzelne Begriffe und Passagen analysiert mit dem Ziel, die Dichotomie von Fremdem und Eigenem zu dekonstruieren. Außerdem wird erörtert, welche Konsequenzen eine solche Sicht auf christliche Identität hat: Wenn Christinnen und Christen sich selbst als fremd beschreiben, können sie kein Gegenüber zu sogenannten Fremden sein. Fremdheit ist immer schon Teil des Eigenen.</p>Clarissa Breu
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2019-06-192019-06-19281