Stadt, Land, Felsspalte

Raum und seine ethische Bedeutung in den Simson-Erzählungen (Ri 13–16)

Autor/innen

Schlagworte:

Book of Judges, Samson, Philistines, Space, Ethics

Abstract

Geografie und Soziologie haben in den letzten Jahrzehnten ein Konzept von Raum entwickelt, welches sich von der starren, homogenen und unbelebten Vorstellung verabschiedet hat. Raum wird nun als belebter Raum verstanden, der von seinen Subjekten konstituiert und verwandelt wird. Diese handlungsorientierte Vorstellung rückt Raumbetrachtungen in die Nähe ethischen Denkens, welches auf topografische Verortungen angewiesen ist. Als fiktiver Raum gelten diese Vorstellungen auch für die in biblischen Erzählungen beschriebenen Räume. Einen solchen Raum bezeichnen die Erzählungen um den Helden Simson. Dieser schwankt zwischen Assimilation und Eroberung des Grenzgebiets zwischen Israeliten und Philistern, tritt aber schließlich als Eroberer auf, der die Feinde in ihrer Heimat erheblich dezimiert. Dies zeigt die große Problematik auf, eine solche Ethik in die heutige Zeit zu übertragen.

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Veröffentlicht

2024-04-12